Sehnsucht nach einem Vierbeiner
Nachdem unser Schäferhundrüde Aiko mit neun Jahren eingeschläfert
werden musste, fehlte etwas. Ein paar Jahre vergingen, bis alle Umstände
passten. Im Sommer 2005 war es dann soweit: Der Entschluss stand fest.
Nach den Erfahrungen mit dem reinrassigen DSH Aiko war mir eigentlich
schnell klar, dass es diesmal ein Mischling werden sollte. Aiko war
damals schon als Junghund an Arthrose erkrankt. Diesmal hoffte ich,
mit einem Mischling weniger gesundheitliche Probleme zu bekommen. Weit
gefehlt - doch dazu an anderer Stelle mehr.
Fragen über Fragen
Unser Hund sollte kein Riese sein, aber auch kein Zwerg. Uns schwebte
etwas in Richtung Schäferhund-Collie-Mix vor.
Welpe oder erwachsener Hund? Rüde oder Hündin?
Mein Freund Uwe konnte mich nach langen Gesprächen und Diskussionen
von einer Hündin überzeugen. Das Thema Welpe war schnell durch
- ich wollte gern einem "Second-Hand-Hund" ein neues Zuhause
geben. Vor welche Herausforderungen das einen relativ unerfahrenen und
blauäugigen Hundehalter stellen kann, war mir damals nicht wirklich
klar, aber ich war bereit, mich intensiv mit allen auftretenden Problemen
zu beschäftigen und überzeugt, dass ich es schaffen würde.

Die Suche nach dem passenden Hund
Bei einem Tierheimbesuch in Hilden verguckte ich mich in einen Schäferhundmix-Rüden
- obwohl es ja eigentlich eine Hündin werden sollte. Nach sehr
nettem Mailwechsel mit dem Tierheim stand eigentlich schon fest, dass
wir zu einem Kennenlern-Besuch vorbeischauen sollten. Kurz vorher jedoch
fand Rocky ein neues Zuhause. Einerseits freute ich mich natürlich
für ihn, andererseits war ich sehr traurig, und so durchstöberte
ich an diesem Abend unzählige Webseiten, um mich abzulenken.
Und plötzlich war da diese Anzeige "Sandy, ca. 11 Monate,
Schäferhundmix", auf die ich klickte. Hellbraunes Fell, dunkles
Schnäuzchen und ein Augenpaar, das so keck in die Kamera schaute,
dass es mich einfach nicht mehr losließ.

Die Bilder aus der Internetanzeige - mit diesem Blick hatte sie mein
Herz im Sturm erobert
Der große Tag
Ich
rief die Besitzerin an und vereinbarte gleich für den nächsten
Sonntag einen Besuchstermin, und so fuhren Uwe und ich am 10. Juli 2005
die 120 km Richtung Kreis Düren, um uns Sandy anzuschauen. Mit
dabei hatte ich viele Fotos von unserem Haus, unserem Garten und der
Umgebung; sogar eine Luftbildaufnahme hatte ich ausgedruckt, um zu beweisen,
dass man auch mitten im tiefsten Ruhrpott im Wald wohnen kann.
Sandy war gleich im wahrsten Sinne des Wortes "umwerfend"
- ihre Begrüßung war überschwänglich, und bei einem
gemeinsamen Spaziergang zeigte sie gleich ihr ganzes Temperament. Uwe
und ich verliebten uns augenblicklich in sie, und nach einem langen
Gespräch mit der Besitzerin baten wir darum, sie gleich mitnehmen
zu dürfen - und genau das taten wir dann auch. Es war ein sehr
komisches, aber aufregendes Gefühl, mit diesem fremden Hund, der
nun für immer zu uns gehören sollte, wieder nach Hause zu
fahren.


