Man kann in die Tiere nichts hinein prügeln,
aber man kann manches aus ihnen heraus streicheln.

(Astrid Lindgren)

Hundeerziehung

... kostet Nerven. Wie leicht kann man dieses Thema unterschätzen, wenn man gerade noch in Vorfreude auf den neuen Mitbewohner schwelgt. Relativ schnell kommt man dann in der Realität an, ganz gleich, ob man sich nun einen Welpen oder einen erwachsenen Rüpel ins Haus geholt hat.

Erziehung ohne Gewalt

Ich gebe es zu: In der ersten Zeit mit Sandy war ich an manchen Tagen so verzweifelt, dass ich vor Wut, Enttäuschung, Frust und Befürchtungen geweint habe. Das ist erlaubt! Strengstens untersagt ist es allerdings, seinen Zorn am Hund auszulassen. Sie war ein wirklich schwieriger Hund in manchen Situationen. Voller Energie, Dickschädel, Ohren auf Durchzug - und eine Explosion an der Leine bei so mancher Hundebegegnung.

Es geht jedenfalls ohne jegliche Gewalt. Ich rede hier nicht von permanentem "Hutschi-Gutschi". Man muss dem Hund auf jeden Fall seine Grenzen aufzeigen, und bei passenden Gelegenheiten sind körperliche Einwirkungen sinnvoll: Springt mich ein Hund an, egal ob meiner oder ein fremder, ziehe ich das Knie hoch und schubse ihn weg. Solche Respektlosigkeiten sollte man von Anfang an unterbinden, und das kann nicht mit ausschließlich positiver Verstärkung funktionieren!

Für mich die wichtigste Erkenntnis:
Die Intensität, mit der man mit einem Hund arbeitet, muss seinem Verhalten und seinem Charakter angepasst sein.

Zeit, Geduld und Konsequenz

Hundeerziehung kostet nicht nur Nerven, sondern braucht auch jede Menge Zeit, Geduld und Konsequenz. Manche Marotte wird sich vielleicht auch nie ganz beseitigen lassen. Aber wer nicht aufgibt, sich gründlich informiert und engagiert, kann seinen Hund in geordnetere Bahnen lenken.

Als ich begriff, dass ich selbst zunächst mehr lernen muss als der Hund, war der wichtigste Schritt getan.

Sandy: ein ballbegeisterter Hund

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