Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund - wie kann man Beschwerden vorbeugen? Kann ein Hund mit HD alt werden?

Sandys Tiefschlaf bei der Kastration wurde genutzt, um eine Röntgenaufnahme ihrer Hüften zu machen. Dies sollte eigentlich nur zur Sicherheit geschehen. Als mir der Tierarzt das Resultat präsentierte, fiel ich aus allen Wolken: Sandy hat eine mittlere bis schwere Hüftgelenksdysplasie. Ich gebe zu: Damit hatte ich kein Stück gerechnet.

Nach dem ersten Schock stellte ich dieses Thema wieder in den Hintergrund. Es gab keinerlei Anzeichen, und so verschob ich die großen Sorgen auf späte. Wir behielten diese Diagnose immer im Hinterkopf und passten unsere Aktivitäten weitestgehend daran an. Und dennoch: Einem Hund wie Sandy, der für einen Ball sterben würde, konnten wir Apportierspiele nicht gänzlich verwehren.

Durch das regelmäßige Lauftraining am Fahrrad entwickelte sie einen stabilen Muskelappara, der ihre Knochen stützte und den sie bis ins Alter weitgehend behielt. Indem wir immer peinlich achteten, dass sie nicht zunimmt, mussten ihre Knochen nie mehr Gewicht als nötig tragen. Im Alter durfte sie eine kleine Reserve haben; sie wog  etwa ein bis zwei Kilo mehr als in jungen Jahren und war damit immer noch sehr schlank.

Futterzusätze bei HD

Sandy bekam jahrelang täglich zwei Kapseln mit Grünlippmuschelextrakt. Ob das etwas genützt hat? Wer kann das schon so genau sagen, denn man weiß ja nicht, ob sie Beschwerden ohne diese Zufütterung gehabt hätte. Außerdem bekam sie seit ihrem zwölften Lebensjahr durchgehend Collagile Dog.

HD ohne Symptome

Bei der Diagnose hatte ich damals befürchtet, dass sie mit sieben, acht Jahren die ersten Probleme bekommen würde. In Sachen HD war sie aber bis zu ihrem Lebensende mit fast sechzehn Jahren beschwerdefrei. Es war das Cauda Equina Syndrom, das ihr in den letzten Monaten immer mehr zu schaffen machte.

Ich glaube, gute Ernährung und ein gesunder Muskelaufbau in Kombination sind die beste Vorbeugung, und wir haben ziemlich viel richtig gemacht, um sie gesund zu halten. Vielleicht hatten wir auch nur Glück. Ich würde es jedenfalls immer wieder so machen und füttere meine Hunde weitgehend getreidefrei, obwohl ich nur bei Sandy den HD-Status kannte.

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